Keine Angst vor dem Bewerbungsgespräch – Bye Bye Nervosität

Mitten am Tag, während du deinen üblichen Beschäftigungen nachgehst, vibriert plötzlich dein Smartphone. Eine Mail der Personalabteilung jener Firma, bei der du dich vor ein paar Wochen beworben hast, unterbricht deinen Alltagstrott abrupt. Die Anspannung steigt. Ja, du hast es geschafft! Du bekommst einen Terminvorschlag für das Vorstellungsgespräch. Der kurze innerliche Freudentanz mutiert jedoch schlagartig in Panik, denn nun folgt der wohl schwierigste Part des Ganzen – das gegenseitige Kennenlernen mit dem Wunsch-Arbeitgeber. Damit du dieses jedoch auch unbeschadet, ja sogar bravourös, überstehst, bietet dir der folgende Beitrag einige Anhaltspunkte, wie du durch inhaltliche Vorbereitung punkten kannst. Beachtest du die folgenden Punkte wird der Gang ins Chefbüro kein großes Hindernis mehr darstellen.

Keine Angst vor dem Bewerbungsgespräch

Bewerbungstipps | Lesedauer: 03 min | veröffentlicht am 20. Juni 2023
Zielgruppe: Bewerber:innen
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Gute Vorbereitung – Dein Vorteil durch Wissen

Ein altes Sprichwort besagt schon „Vorbereitung ist das halbe Leben“.

Gar nicht einmal so weit gefehlt, wenn du dir vor Augen führst, wieviel Lebenszeit du wohl in deinen neuen Job investieren wirst – sofern du ihn bekommst. Daher bereite dich wirklich gut für ein Bewerbungsgespräch vor!

Das hat neben dem offensichtlichen Grund – deinem Gegenüber einen interessierten und kompetenten Eindruck zu vermitteln – den überaus vorteilhaften Nebeneffekt, dich sehr viel entspannter in das Gespräch gehen zu lassen.

Wenn du weißt, dass du deine Hausaufgaben gemacht hast, wird sich das auch entsprechend in einer optimistischeren Grundhaltung widerspiegeln.


Anhaltspunkte, die du dir zu Herzen nehmen solltest:

  1. 1.

    Wer ist mein Arbeitgeber überhaupt?

    Eigentlich selbsterklärend ist, dass du dich über die Firma und seine Aktivitäten zumindest im Groben auskennen solltest. Dazu ist wichtig zu wissen,

    • – was die Kernkompetenzen des Unternehmens sind,
    • – wo es Standorte hat und
    • – wer im Management sitzt.

    Auch Bescheid zu wissen über ein

    • – paar allgemeine Unternehmenszahlen,
    • – wie Größe,
    • – Gründungsjahr,
    • – Vorjahresumsatz,
    • – etc.

    ist von Vorteil.

  2. 2.

    In welcher Abteilung lande ich denn womöglich?

    Recherchiere jedoch nicht bloß allgemein über das Unternehmen, sondern erkundige dich auch über die konkrete Abteilung, in der du gerne beruflich Fuß fassen möchtest.

    Womit genau beschäftigt Sie sich und vor allem welche Projekte sind in den letzten Jahren gelungen?

    Möchtest du im Marketing anfangen, könnte es gut sein, dass ein Relaunch des Online-Shops in den letzten Monaten stattfand. Spricht dich ein Job in der Produktion an, dann wurde vielleicht der gesamte Warenverpackungsvorgang erst vor kurzem automatisiert.

    Wo sind relevante Informationen zu finden?

    Recherchiere dazu einfach auf der Unternehmenswebsite und eventuell in alten Zeitungsartikeln. Egal um was es geht, so lange die Firma es als einen erfolgreichen Schritt gesehen hat, solltest du in Erwägung ziehen, es beim ersten Kennenlernen anzusprechen und deine ehrliche Bewunderung dafür auszusprechen.

    Führungskräfte sind schließlich auch nur Menschen, die sich über Lob freuen.

  3. 3.

    Warum genau DU?

    Über eine Tatsache solltest du dir wirklich (!) im Klaren sein. Das Unternehmen lädt dich aus einem – und nur einem einzigen – Grund zum Gespräch ein:

    Es glaubt durch dich als neue:n Mitarbeiter:in einen wirtschaftlichen Mehrwert erzielen zu können.

    Wenn der angepeilte Job genau deinen Vorstellungen entspricht und du dir diese Anstellung schon immer gewünscht hast, ist das schön und gut, doch aus diesem Grund wird dich keine Firma einstellen. Dein Gegenüber will von dir wissen, wieso genau DU dem Unternehmen von unersetzlichem Wert sein wirst.

    • – Was macht dich, verglichen mit all den anderen Bewerbern, so besonders?

    Egal, ob du einen Notenschnitt von 1,0, bereits jahrelange Berufserfahrung oder facheinschlägige Weiterbildungen vorzuweisen hast. Setze die Brille deines zukünftigen Chefs oder Chefin auf und überlege dir, was er oder sie gerne hören will und wie das mit deiner Geschichte zusammenpassen könnte.

    Wie kann das Unternehmen dein Talent / dein Können monetarisieren, um es ganz pragmatisch zu sehen?

    Lass es deinen Vorgesetzten nicht erst selbst erraten, sondern sprich es gerne direkt aus, warum du davon überzeugt bist dein Gehalt wert zu sein.


Womit hast du es zu tun?

Wissen ist ja bekanntlich Macht und somit ist es auch beim Vorstellungsgespräch ein klarer Vorteil, inhaltlich gut vorbereitet zu sein.

Beim ersten – und somit oftmals auch dem entscheidenden – Eindruck ein breites Verständnis über

  • die Branche,
  • das Unternehmen,
  • die Abteilung und nicht zuletzt auch über
  • dich selbst und deine Fähigkeiten

vorweisen zu können, kann dir einen erheblichen Vorteil gegenüber Mitbewerbern bescheren. Mach dir also klar, warum genau du zu genau diesem Unternehmen optimal passt und bereite eine stimmige Argumentation vor. Du wirst es bestimmt nicht bereuen!

Dominik Haintz

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