Richtig Energiesparen am Arbeitsplatz

Wien ist die grünste Stadt der Welt - zumindest laut eines Rankings aus dem Jahre 2020. Damit das auch so bleibt, können wir alle durch ein paar einfache Tricks Energie sparen und dadurch zum Klimaschutz beitragen. Wie dir das am Arbeitsplatz am besten gelingt, verraten wir dir in diesem Beitrag. Die meisten Tipps lassen sich auch auf deine private Wohnung bzw. dein Home-Office umlegen - dann bist du gleich noch energieeffizienter und kannst auch daheim Geld sparen! Natürlich sind auch Unternehmer*innen herzlich willkommen, sich hier ein paar Tipps für ein grüneres Energiemanagement abzuholen und dadurch weniger Strom zu verbrauchen.

Richtig Energiesparen am Arbeitsplatz

Warum (beruflich) Energiesparen?

Die Antwort liegt wahrscheinlich auf der Hand, werden wir doch nahezu täglich mit Nachrichten über Umweltkatastrophen, Energieknappheit usw. konfrontiert. Um hier auch am Arbeitsplatz für ein besseres Energiemanagement zu sorgen, müssen Unternehmen mit ihren Mitarbeiter*innen am selben Strang ziehen. Damit auch in deinem Büro Energie zu einem Gut wird, mit dem sparsam umgegangen wird, müssen also alle Beteiligten Engagement zeigen. Ein gutes Argument um andere mit ins Boot zu holen, ist hier übrigens immer das liebe Geld: Energie wird nämlich laufend teurer - das zieht meist sogar bei Menschen ohne großen Nachhaltigkeitsgedanken, da sie immerhin Kosten senken können.

Damit starten wir aber auch gleich mit unseren Tipps, mit welchen für dich als Mitarbeiter*in sowie für deine Vorgesetzten das Energiesparen am Arbeitsplatz im Handumdrehen funktioniert und ihr euch durch Energieeffizienz als nachhaltiges Unternehmen positionieren könnt.


Unsere 8 Tipps zum Energiesparen am Arbeitsplatz

Tipps zum Energiesparen am Arbeitsplatz - wienerjobs.at

1. Strom aus der Dose "sichtbarer" machen

Gleich zu Beginn raten wir, möglichst Steckerleisten mit Schalter zu verwenden - solange die Leiste in Betrieb ist, leuchtet entweder der Schalter selbst oder sonst ein Signal-Licht. So ist immerzu ersichtlich, dass hier im Büro Strom läuft, was aber ganz einfach - z.B. immer am Ende des Arbeitstages - mit einem Knopfdruck beendet werden kann. Dadurch können alle angeschlossenen Geräte mit dem Kippen nur eines Schalters daran gehindert werden, über die ganze Nacht im Standby-Modus weiter Strom zu fressen.

2. Elektrische Geräte mit Qualität

Zwar ist dieser Tipp für Unternehmen zu Beginn etwas teurer, dafür lässt sich aber mit der Anschaffung qualitativ hochwertiger und energieeffizienter Geräte auch rasch wieder einiges an Energiekosten einsparen. Darüber hinaus sind hochwertige, energieeffiziente Geräte auch häufig mit gutem Kundenservice verbunden, das z.B. Wartung und Reparaturen übernimmt - demnach kann hier nicht nur die Umwelt sondern auf längere Sicht auch das Geldbörserl des Unternehmens geschont werden. Online lassen sich übrigens praktische Programme für die Berechnung des Stromverbrauches finden - wenn du deine*n Chef*in also noch mehr überzeugen willst, den Verbrauch von Strom zu reduzieren, mach es am besten mit harten Fakten.

Und im Sinne der Nachhaltigkeit wollen wir auch noch anmerken: Bitte alte Geräte fachgerecht entsorgen, damit sie richtig recycelt/verwertet werden können!

3. Kombination mit Sinn

Um gleich bei Elektrogeräten zu bleiben, raten wir auch zum Kauf von Kombinationsgeräten. Dadurch kann in deinem Büro effizient Strom eingespart werden, wenn z.B. für Drucker, Scanner und Kopierer nicht drei verschiedene Geräte verwendet werden - dasselbe gilt natürlich für deinen eigenen Haushalt/das Home-Office. Aber auch diese Geräte sollten nach getaner Arbeit komplett abgedreht werden, damit sie nicht weiterhin Strom verbrauchen.

4. Auch Computer brauchen Ruhe

Nutze jedenfalls den Ruhemodus deines Computers (und nicht etwa veraltete Bildschirmschoner), damit er sich ab einer gewissen Zeit ohne Betrieb in einen energiesparenden Modus versetzt. Sobald du diesen beendest, kannst du auch gleich wieder genau dort weiterarbeiten, wo du aufgehört hast.

Nach getaner Arbeit solltest du den Computer vor dem Verlassen des Büros aber gänzlich abdrehen und/oder direkt vom Stromnetz trennen (siehe Tipp 1)! Nur so kannst du sicherstellen, dass es zu keinem hohen Stromverbrauch in der Nacht/am Wochenende/etc. kommt und dadurch den Verbrauch von unnötiger Energie vermeiden.

Darüber hinaus bieten - zumindest neue Geräte - auch direkt einen eigenen Energiesparmodus. Diesen kannst du in der Regel individuell einrichten und damit die Energieverwendung reduzieren, indem nur jene Programme/Teile mit Energie versorgt werden, die du auch tatsächlich verwendest. Dies hat bei akkubetriebenen Geräten auch den Vorteil, dass du sie nicht so häufig aufladen musst und dadurch wiederum für mehr Energieeffizienz sorgst.

5. Sonne statt Halogen

Für die Beleuchtung des Büros empfiehlt sich wann immer möglich natürliches Licht - sprich strahlt draußen die Sonne, lass sie auch rein. Das ist nicht nur gratis sondern hat auch positive Effekte auf deine Gesundheit und Arbeitsleistung! Reicht das Tageslicht nicht aus, empfehlen wir bei der Beleuchtung auf energieverschlingende Halogenlampen zu verzichten und stattdessen auf Energiesparlampen oder noch besser LED-Lampen zu setzen. Gepaart mit Bewegungsmeldern - wenn die Möglichkeit besteht - lässt sich dadurch effizient sehr viel Energie und Geld sparen, da diese dafür sorgen, dass nicht den ganzen Tag das Licht brennt.

6. Warm oder kalt?

Eine Frage die nicht nur energietechnisch heikel ist, kommt es doch in vielen Büros immer wieder zu Auseinandersetzungen, bei welcher Temperatur es sich am besten arbeiten lässt. Wir empfehlen jedenfalls regelmäßiges Stoßlüften (währenddessen die Heizung/Klimaanlage abdrehen), um für ein angenehmes Arbeitsklima zu sorgen.

Die Heizung solltet ihr nicht allzu hoch aufdrehen - die perfekte Arbeitstemperatur liegt bei ca. 19-25° Celsius. Verfrorenen Menschen empfehlen wir an dieser Stelle dicke Pullis und Socken, denn eine zu hoch aufgedrehte Heizung verschlingt nicht nur unnötig Energie, sondern trocknet auch die Schleimhäute aus und macht uns anfälliger für Viren und Bakterien. Übrigens könntest du auch die Sonne möglichst lange ins Büro scheinen lassen, dadurch für wohlige Wärme sorgen und eventuell auf das Heizen (zumindest teilweise, wenn genug Wärme gespeichert wurde) verzichten - das wäre natürlich Nachhaltigkeit auf hohem Niveau.

Beim Thema Klimaanlage empfehlen wir, diese - wenn irgendwie möglich - erst gar nicht zu benutzen. Solange dein Büro nicht gerade im Dachgeschoss liegt oder komplett verglast ist, sollte das in Wien auch einigermaßen umsetzbar sein. Andernfalls sollte auch bei der Klimaanlage darauf geachtet werden, dass es damit nicht übertrieben wird (siehe Temperatur von oben) und der Verbrauch an Energie wenigstens eingedämmt werden kann.

7. Energiesparender Küchenbetrieb

In Mitarbeiter*innen-Küchen finden sich nicht nur hungrige Menschen, sondern auch hungrige Maschinen. Wir empfehlen z.B. Geschirrspülmaschinen nur dann zu starten, wenn sie auch wirklich voll beladen sind und dann den Öko-Waschgang auszuwählen. Mit dieser Maßnahme sparst du Energie und auch gleich Wasser.

Wenn sich für einen längeren Zeitraum niemand im Büro aufhält (z.B. Betriebsurlaub) können auch Kühl- und Gefrierschränke abgedreht werden - dabei könnten auch gleich alle Mitarbeiter*innen ihre "vergessenen Vorräte" ausmisten. Vereiste Gefrierschränke sollten aber auch sonst regelmäßig abgetaut werden, da sie andernfalls wiederum mehr Energie verbrauchen können. Darüber hinaus sollten die Dichtung an den Türen regelmäßig geprüft/ausgetauscht werden, damit sie gänzlich schließen und keine warme Luft eintreten kann - das würde nur zu höherem Betrieb ergo höheren Energiekosten führen.

8. Indirektere Wege

Auch auf weniger direktem Weg ist es möglich, am Arbeitsplatz dafür zu sorgen, dass allgemein - also auch außerhalb des eigenen Büros - weniger Energie verbraucht wird. So ist es beispielsweise in vielen Büros bereits Standard, möglichst komplett auf Papier zu verzichten - die Herstellung ebendieses sorgt nämlich für sehr hohen Wasser- und Energieverbrauch, den es zu senken gilt. Darüber hinaus könntest du - vor allem in Wien und Umgebung - überlegen, komplett auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Da würde sich nicht nur die Umwelt, sondern auch dein Geldbörserl riesig freuen!


Ist das genug Klimaschutz?

Leider werden wir alleine mit dem Energiesparen keine ausreichende Antwort auf aktuelle (und bevorstehende) Umweltproblematiken haben. Die wahren Game-Changer wären hier insbesondere große Konzerne, die mit Maßnahmen wie radikaler Senkung des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen den wohl wichtigsten Beitrag zum Schutz der Umwelt leisten könnten.

ABER: Auch kleine Schritte zählen und immerhin sparst du mit dem Runterdrehen deiner Heizung oder dem Ausschalten unverwendeter Elektrogeräte nicht nur Energie, sondern auch viel Geld. Zudem können wir dadurch ein gutes Vorbild sein und - ganz wichtig - das Thema Klimaschutz nicht aus den Augen verlieren. Und wenn andere Unternehmen sehen, wie nachhaltig ihr in deinem Büro mit dem Stromverbrauch umgeht, kann das auch wiederum zu einer weiteren Möglichkeit führen: So kommen mit der Zeit nämlich auch größere Betriebe in Zugzwang und müssen ihre Nachhaltigkeitsstrategie überdenken.


Exkurs: Online-Bewerbungsgespräch

Die Online-Bewerbung ist mittlerweile nichts Ungewöhnliches mehr. Heute haben wir allerdings eine Schwelle überschritten, bei der die Corona-Pandemie ordentlich beigesteuert hat. Denn es ist bereits zur Normalität geworden, Distanz-Gespräche über Microsoft Teams, Skype, Zooms und Co. in den Bewerbungsprozess einzuführen. Und übrigens, natürlich trägt ein digitales Vorstellungsgespräch ebenfalls der Nachhaltigkeit bei. Erfahre mehr darüber, wie du ein Online-Bewerbungsgespräch richtig führst:


UNSER FAZIT FÜR DICH

Beim Thema Energie raten wir also: Sparen, sparen, sparen - wo es nur geht! Unsere Vorschläge dienen dabei insbesondere als Anhaltspunkt, damit du auch in deinem Büro (oder privat) unser aller Energieressourcen schonen kannst. Allgemein wäre es natürlich vorbildhaft, wenn du mit allen in deinem Büro über diese Thematik sprichst und dich vielleicht sogar im privaten Rahmen immer wieder über Umwelt und Klima austauschst bzw. weitere Informationen zum Thema sammelst - damit wir alle die Wichtigkeit dieses Themas (auch in turbulenten Zeiten) nicht aus den Augen verlieren und zusammen für mehr Energieeffizienz sorgen können.

Wir wünschen dir viel Erfolg beim Energie- und Geldsparen!

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