Wie eine positive Unternehmenskultur den Erfolg bestimmt

Das Thema der Unternehmenskultur gewinnt im Wandel der Arbeitswelt mehr und mehr an Bedeutung. Es geht hier aber nicht bloß um den so großgeschriebenen Wohlfühlfaktor, sondern um die Entwicklung neuer, ganzheitlicher Arbeitsmodelle, die sinnstiftend wirken. Unternehmen müssen in ihrer Führung mit der Zeit gehen, aktuelle Bedürfnisse sinnvoll integrieren und können so die Wettbewerbsfähigkeit und den wirtschaftlichen Erfolg nachhaltig steigern. Eine positive Unternehmenskultur steigert das Wohlbefinden und somit die Motivation der Mitarbeiter:innen. Und höhere Motivation führt zu mehr Erfolg. Somit ist es nicht verwunderlich, dass Unternehmer:innen sich mehr und mehr mit dem Thema Unternehmenskultur auseinandersetzen. Um das Potential, das in den Mauern Ihres Unternehmens schlummert, voll auszuschöpfen, ist es wichtig eine positive Unternehmenskultur aufzubauen, die aus mehr als leeren Worten besteht. Lass uns beginnen!

Positive Unternehmenskultur schaffen - so geht's

Kategorie: Human Resources | Lesedauer: 06 min | veröffentlicht am 04. April 2024
Zielgruppe: Arbeitgeber
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Was bedeutet Unternehmenskultur?

Unternehmenskultur bezieht sich auf die Gesamtheit der Werte, Überzeugungen, Verhaltensweisen und Rahmenbedingungen, die innerhalb einer Organisation vorherrschen. Es umfasst das kollektive Wissen und die Erfahrungen der Mitarbeiter:innen, die die Arbeitsweise und -atmosphäre prägen. Sowohl materielle Aspekte wie Arbeitsumgebung und -ausstattung als auch immaterielle Faktoren wie gemeinsame Werte und Zusammenarbeit formen die Unternehmenskultur.

Achtung: Unternehmenskultur ≠ Corporate Identity

Unternehmenskultur und Corporate Identity sind zwar eng miteinander verbunden, aber nicht gleichbedeutend. Während die Unternehmenskultur die interne Dimension eines Unternehmens beschreibt und die Verhaltensweisen und Werte der Mitarbeiter:innen prägt, konzentriert sich die Corporate Identity auf die äußere Darstellung und die Kommunikation des Unternehmens nach außen.

Die Corporate Identity umfasst Elemente wie das Logo, die Farben, die Schriftart, die Unternehmenssprache und die visuelle Gestaltung.

Beide Aspekte sollten idealerweise harmonisch aufeinander abgestimmt sein, um ein konsistentes und authentisches Bild des Unternehmens zu schaffen.


Trägt die Unternehmenskultur dem Geschäftserfolg bei?

Unternehmenskultur spielt eine entscheidende Rolle für den Erfolg eines Unternehmens. Gemäß einer Deloitte-Studie sind 94% der Führungskräfte und 88% der Mitarbeitenden überzeugt, dass eine positive Unternehmenskultur eine wesentliche Voraussetzung für den Geschäftserfolg ist. Diese Erkenntnis unterstreicht die Bedeutung eines starken kulturellen Rahmens für das Unternehmen.

Einschätzung der Wichtigkeit von Unternehmenskultur

Die Studie verdeutlicht auch den direkten Zusammenhang zwischen dem Wohlbefinden der Mitarbeiter:innen und der Pflege einer positiven Unternehmenskultur durch das Unternehmen. Eine wohldefinierte und unterstützende Kultur fördert nicht nur die Motivation und das Engagement der Mitarbeiter:innen, sondern trägt auch maßgeblich dazu bei, ein Umfeld zu schaffen, in dem Innovation, Zusammenarbeit und langfristiger Erfolg gedeihen können.

Zur Quelle: deloitte.com


Warum ist die Unternehmenskultur so wichtig?

Eine bewusst umgesetzte Unternehmenskultur stellt das Wohlbefinden der Mitarbeitenden in den Fokus. Gegenseitiger Respekt, Empathie und Vertrauen lenken die Arbeitstage. Daraus ergeben sich Vorteile auf vielen Ebenen wie:

Vorteile einer bewusst umgesetzten Unternehmenskultur

Eine Führungskraft, die eine gute Struktur vorgibt – materiell wie immateriell – wird respektiert. Die Mitarbeiter:innen schätzen Sie, weil sie die Atmosphäre schätzen, die Sie schaffen.

Es herrscht Offenheit: Anliegen können ungeniert vorgebracht werden. Alles fließt zusammen und so entsteht Innovation. Ideen werden geboren und finden ihren Ausdruck.

Es mag ein altes Sprichwort sein, dessen Schlagkraft sich durch Wiederholung verflüchtigt hat, doch es steckt viel Wahrheit darin: Was man gern macht, macht man gut. Eine gute Kultur am Arbeitsplatz steigert die Motivation und die Loyalität Ihrer Mitarbeiter:innen. Es entsteht eine festere Mitarbeiterbindung und auch die Talentgewinnung läuft besser, weil Ihr Unternehmen die positive Stimmung ausstrahlt.

Wenn die Beziehungen am Arbeitsplatz positiv sind, neigen Menschen dazu, seltener krank zu werden. Die bessere Gesundheit wirkt sich folglich auf die Leistungsfähigkeit aus – und schließlich auch auf die Zufriedenheit der Mitarbeiter:innen.

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Was gehört in die Unternehmenskultur?

Um die Unternehmenskultur nachhaltig zum Florieren zu bringen, ist es wichtig zu verstehen, dass sie sich aus Führung, Sinnstiftung, Wertschätzung, Wohlbefinden, Gesundheit, Soziale Beziehungen und Fairness zusammensetzt:

Bestandteile der Unternehmenskultur

Damit Sie die Unternehmenskultur auf ein neues Level heben können, geben Sie den einzelnen Komponenten Aufmerksamkeit.


So gelingt die Etablierung einer erfolgreichen Firmenkultur

  1. Führung

Die Führung spielt eine große Rolle bei der Beeinflussung der Unternehmenskultur. Ganz besonders die Führungskraft hat viel Einfluss auf die Struktur, die einem Unternehmen zugrunde liegt. Für eine sprühende Unternehmenskultur ist es unerlässlich, dass der Führungsstil auf die Bedürfnisse der Zeit reagiert.

Tipp für eine gute FührungTipp: Gehen Sie flexibel mit der Zeit!


Welche Führungsstile gibt es?

  1. Autoritärer Führungsstil:

Hier liegt die Entscheidungsgewalt und Kontrolle hauptsächlich beim Vorgesetzten. Die Kommunikation erfolgt meist einseitig von oben nach unten.

  1. Demokratischer Führungsstil:

Dieser Stil beinhaltet eine partizipative Entscheidungsfindung, bei der die Meinungen und Ideen der Mitarbeiter:innen berücksichtigt werden. Es wird eine offene Kommunikation und Teamarbeit gefördert. Das gelingt insbesondere durch regelmäßige Mitarbeitergespräche.

  1. Laissez-faire-Führungsstil:

Bei diesem Stil überlässt der Vorgesetzte den Mitarbeiter:innen weitgehend die Entscheidungsfindung und Handlungsfreiheit. Dies kann zu einer hohen Eigenverantwortung und Kreativität führen, aber auch zu einem Mangel an Struktur und Orientierung.

  1. Transformative Führung:

Diese Art der Führung zielt darauf ab, Mitarbeiter:innen zu inspirieren, zu motivieren und ihre Potenziale zu fördern. Transformative Führungskräfte setzen auf visionäres Denken und fördern ein Umfeld, das persönliches Wachstum und Entwicklung ermöglicht.

In Bezug auf das heutige Recruiting und die Mitarbeiterbindung hat sich in der heutigen Zeit ein demokratischer und transformationaler Führungsstil als besonders wirksam erwiesen. Diese Stile ermöglichen eine enge Zusammenarbeit und Interaktion mit den Mitarbeiter:innen, was wiederum das Engagement und die Identifikation mit dem Unternehmen stärkt. Durch die Einbindung der Mitarbeiter:innen in Entscheidungsprozesse und die Förderung ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung können Unternehmen langfristige Bindungen aufbauen und talentierte Mitarbeiter:innen gewinnen und halten. Selbstverständlich führt das zu einer positiv gelebten Unternehmenskultur und gesteigerten Arbeitgeberattraktitivät.


  1. Sinnstiftung

Ganz besonders die jüngeren Generationen haben ein starkes Bedürfnis nach Sinnstiftung am Arbeitsplatz. Ein klar definiertes Ziel, auf das alle gemeinsam hinarbeiten, geben Ihren Mitarbeiter:innen einen größeren Überblick. Das hält den Enthusiasmus und die Zielstrebigkeit aufrecht.

Tipp für SinnstiftungTipp: Schaffen Sie eine glasklare, gemeinsame Vision!

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  1. Wertschätzung

Stetige Wertschätzung schafft eine Atmosphäre von Vertrauen und Anerkennung. Dies steigert die Effektivität des Unternehmens und macht es erst möglich, das volle Potential auszuschöpfen. Mangelnde Wertschätzung hingegen führt zu verminderter Mitarbeitermoral und Produktivität.

Tipp für WertschätzungTipp: Berühren Sie die menschliche Ebene und bringen den Mitarbeitenden stetig Wertschätzung entgegen!

  1. Wohlbefinden

Das physische und psychische Wohlbefinden der Mitarbeiter:innen steht bei Unternehmen mit positiver Unternehmenskultur hoch oben auf der Prioritätenliste. Wenn sich alle wohl fühlen, kann das Unternehmen zu Höchstformen auflaufen.

Tipp für WohlbedfindenTipp: Halten Sie einen offenen Kommunikationsfluss und bleiben Sie auf dem Laufenden darüber, wie sich die Mitarbeitenden fühlen!

  1. Gesundheit

Eines ist klar: Nur gesunde Mitarbeiter:innen sind leistungsstarke Mitarbeiter:innen. Seelische und körperliche Krankheiten machen wichtigen Projekten schnell einen Strich durch die Rechnung. Engagierte Führungskräfte achten also sehr darauf, dass alle gesund bleiben. Das kann beispielsweise durch Zuschüsse zu gesundheitsfördernden Maßnahmen jeglicher Art oder die Entwicklung von Stressbewältigungsstrategien erfolgen. Auch hybride Formen von Remote Work wirken sich positiv auf die Gesundheit von Arbeitnehmer:innen aus.

Tipp für GesundheitTipp: Achten Sie auf eine gesunde Work-Life-Balance für sich selbst und Ihre Mitarbeiter:innen!

  1. Soziale Beziehungen

Positive soziale Beziehungen am Arbeitsplatz sind wichtig, um eine stabile Unternehmenskultur aufzubauen. Durch das verfolgen gemeinsamer Ziele und eine offene Kommunikation kann jede:r einzelne seine Fähigkeiten und Stärken auf den Meetingtisch bringen und so entstehen symbiotische Beziehungen.

Tipp für GesundheitTipp: Setzen Sie auf Teamarbeit und gemeinsame Verantwortung!

  1. Fairness

In einem diversen Unternehmen gibt es viele Chancen für Innovation. Damit das funktioniert, ist es wichtig, auf Inklusion zu achten. Dies geht nur mit Fairness und Respekt. Voreingenommenheit und Respektlosigkeit vergiften jedes Arbeitsumfeld und zerstören regelrecht eine positive Unternehmenskultur.

Tipp für GesundheitTipp: Achten Sie auf unbewusste Voreingenommenheit und bleiben Sie jedem:r gegenüber fair!

FAQs zum Thema

FAQs zum Thema:

1. Frage:

Was ist Unternehmenskultur?

Antwort: Der Begriff Unternehmenskultur umfasst alle Werte, Überzeugungen, Verhaltensweisen und Bedingungen, die innerhalb eines Unternehmens herrschen. Das kollektive Wissen der Menschen am Arbeitsplatz prägt die Betriebsstruktur. Unternehmenskultur meint sowohl die materielle, als auch immaterielle Struktur, die Zusammenarbeit und Wohlbefinden formt.

2. Frage:

Wieso ist eine positive Unternehmenskultur wichtig für den Erfolg?

Antwort: Eine positive Unternehmenskultur bringt dem Unternehmen Vorteile, die den Erfolg steigern: Respekt, Offenheit, Innovation, Motivation, Loyalität, Gesundheit und Leistung. Fehlen sie, ist es schwierig, erfolgreich zu sein.

3. Frage:

Was gehört zur Unternehmenskultur?

Antwort: Die Unternehmenskultur umfasst alle Werte, Normen, Überzeugungen, Bedingungen und Verhaltensweisen innerhalb eines Unternehmens. Komponenten von Unternehmenskultur, die sich beeinflussen lassen sind vor allem Führungsstil, Sinn, Wertschätzung, Wohlbefinden und Gesundheit der Mitarbeitenden, soziale Beziehungen und Fairness und Respekt innerhalb eines Unternehmens.

4. Frage:

Wie kann man die Unternehmenskultur verbessern?

Antwort: Um die Unternehmenskultur im Unternehmen zu verbessern, ist es wichtig, den Führungsstil den Bedürfnissen der Zeit anzupassen, starke, gemeinsame Visionen zu kreieren und eine Kultur der Wertschätzung zu forcieren. Außerdem sollte ein starker Fokus auf dem Wohlbefinden und der Gesundheit aller liegen. Fairness, Inklusion und starke Teamarbeit, in der einzelne ihre individuellen Stärken und Fähigkeiten einbringen können, runden die Unternehmenskultur ab.

Wir fassen zusammen

Die Bedeutung der Unternehmenskultur für den Erfolg eines Unternehmens kann nicht unterschätzt werden. Angesichts der sich ständig wandelnden Arbeitswelt und der steigenden Bedeutung der Bedürfnisse der Arbeitnehmer:innen ist es unerlässlich, dass Führungsstile sich anpassen und von Empathie und Vertrauen geprägt sind. In dieser neuen Ära der Arbeit, die Innovation und Kreativität fördert, ist es entscheidend, diese Elemente aktiv in die Unternehmenskultur zu integrieren. Eine positive Unternehmenskultur, die den Erfolg des Unternehmens und das Wohlbefinden aller Mitarbeitenden gleichermaßen fördert, kann so auf ein neues Level gehoben werden.

 

Maria Schätzer, BA

Nach ausgedehnten Weltreisen und einer Yogaausbildung in Indien habe ich mit Mitte 20 mein Germanistik-Studium abgeschlossen und hatte einen Traum: das Schreiben zum Beruf zu machen. Mit den Jahren wuchsen meine selbstständigen Projekte, während ich mein Angestelltendasein immer weiter zurückschrauben konnte. Heute arbeite ich vollkommen selbstständig als Yogalehrerin und Autorin. Ich setze Biografien für Klienten um, schreibe Werbetexte und blogge. Diese Tätigkeiten erlauben es mir, weitestgehend ortsunabhängig zu arbeiten. Immer wieder reise ich mit meinem Notebook und hole mir weltweit Inspiration und Input für meine Texte.

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