Was macht ein*e Buchhalter*in?

Buchhalter*innen zeichnen Geschäftsvorgänge auf und sind auch für das betriebliche Rechnungswesen zuständig. Ihr Ziel: Die Erfassung und Übermittlung gesetzlich notwendiger und unternehmerisch wichtiger, wirtschaftlicher Daten.

Was macht ein*e Buchhalter*in?

Berufsbild Buchhalter*in

Sie sammeln Kontoauszüge oder Rechnungen, überprüfen deren Korrektheit und verbuchen diese indem sie deren Daten in elektronische Systeme eintragen. Das Ergebnis sind eine Einnahmen-Ausgaben-Rechnung und weiter führende Datensammlungen und Berechnungen. Auch das Mahnwesen und eventuell auch der Bereich Lohnverrechnung fällt grundsätzlich in ihre Zuständigkeit.

Buchhalter*innen sind meist nur in kleinen Betrieben und in Leitungsfunktionen Generalisten. Die große Mehrheit von ihnen ist jedoch auf einen einzigen oder einige wenige Teilbereich spezialisiert. Zu den wichtigsten gehören Bilanzbuchhaltung, Kostenrechnung, Controlling und Personalverrechnung. Ebenfalls sehr breit ist auch das Spektrum an Organisationen, für die Buchhalter*innen tätig sind: Dieses reicht von allen Branchen und Betriebsgrößen in der Privatwirtschaft über alle Arten von Vereinen bis hin zum öffentlichen Sektor.

Es gibt ein Klischee, das besagt, dass Buchhalter*innen Eigenbrötler sind, die gerne in geschlossenen Räumen mit Zahlen arbeiten. In der Realität sind einmal natürlich ein hohes Maß an Zahlenaffinität, Genauigkeit, Ausdauer und analytischem Denken erforderlich. Entgegen dem Klischee haben sie aber auch mit zahlreichen Menschen in und außerhalb der eigenen Organisation zu tun. Zumindest ein Mindestmaß an sozialen Kompetenzen sind daher ebenfalls ein Muss. Und wie in vielen Branchen so werden digitale Kompetenzen schon seit Jahrzehnten immer wichtiger und für ein Bestehen in der Wirtschaft-4.0 ebenfalls absolut notwendig.


Die Aufgaben von Buchhalter*innen

  • Belegmanagement und Datenerfassung
  • Eintragung der Daten in elektronische Systeme, gegebenenfalls gleich Auswertung
  • Übermittlung der Daten an andere, interne Abteilungen, externe Partner und Behörden
  • Mahnwesen und Inkasso
  • Lohnverrechnung
  • Erstellung der Unternehmensbilanzen
  • Internes Rechnungswesen
  • Bei allen Tätigkeiten Beachtung rechtlicher Vorschriften, insbesondere des Steuerrechts

Die Ausbildung und Karrierechancen

Um Buchhalter*in zu werden, gibt es 3 Möglichkeiten:

  1. Die Absolvierung einer höheren Schule mit wirtschaftlichem Schwerpunkt
  2. Die Absolvierung einer betriebswirtschaftlichen universitären Ausbildung
  3. Die Absolvierung der Lehre zur Finanz- und Rechnungswesenassistenz

Der Abschluss an Handelsakademien, Handelsschulen und einiger weiterer berufsbildender mittlerer und höherer Schulen, der zur Ausübung dieses Berufs befähigt, dauert üblicherweise 5 Jahre.

Betriebswirtschaftliche universitäre Studien oder Lehrgänge an Universitäten oder Fachhochschulen dauern 4-6 Semester bis zum Erreichen des notwendigen Befähigungsgrades.

Die Lehre zur Finanz- und Rechnungswesenassistenz dauert 3 Jahre und schließt mit einer Lehrabschlussprüfung ab, mit Berufsschulen in allen Bundesländern. Zudem besteht auch die Möglichkeit eines außerordentlichen Lehrabschlusses mit Vorbereitungskursen an BFI und WIFI.

Die Berufsaussichten sind gleichbleibend. Seit langem gibt es am Arbeitsmarkt eine hohe Nachfrage nach Bürokaufleuten und ein hohes Angebot. Der klassische Karrierepfad führt bei Buchhalter*innen in mittleren und großen Organisationen von der Sachbearbeiter-Ebene über die Team- oder Abteilungs- bis hin zur Fachbereichsleitung. Selbst ein Aufstieg in die Leitung der Organisation ist möglich. Und es gibt in der Buchhaltung definitiv auch interessante Möglichkeiten, sich selbständig zu machen: Als selbständige Buchhalter*innen, Personalverrechner*innen oder sogar Steuerberater*innen.


Das Gehalt von Buchhalter*innen

Das durchschnittliche Bruttomonatsgehalt für Buchhalter*innen liegt in Österreich bei € ~2.400,-, das Einstiegsgehalt bei € ~2.000,-. Das Gehalt kann jedoch je nach Ausbildung, Anstellungsart und Branche stark variieren und dabei um einiges höher ausfallen. Natürlich stehet es dem*der Arbeitgeber*in auch frei, je nach Qualifikationen und Berufserfahrung eine Überzahlung zu leisten.

 

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