Was macht ein*e Labortechniker*in?

Labortechniker*innen machen Untersuchungen und Versuche an verschiedensten Stoffen. Hierzu bedienen sie sich unterschiedlicher Verfahren und Geräte.

Was macht ein*e Labortechniker*in?

Berufsbild Labortechniker*in

Wichtig ist, dass es 3 Unterzweige innerhalb der Labortechnik gibt:

  1. Chemie
  2. Biochemie
  3. Lack- und Anstrichmittel

Allen gemeinsam ist, dass sie im analytischen oder synthetischen Bereich arbeiten. Bei ersterem analysieren sie vorhandene Stoffe und Komponenten nach bestimmten Gesichtspunkten. Bei zweiterem geht es um die Entwicklungen von kompletten Produkten oder Produkt-Komponenten. In beiden Fällen erfolgt die operative Arbeit mittels technischer, heutzutage oft computergestützter Analysegeräte und nach wie vor mittels Mikroskopen.

Die Arbeit birgt durchaus einige Risiken für Infrastruktur, Mensch und Umwelt, wenn man bestimmte Prozeduren nicht einhält. Daher wird in der Labortechnik sehr viel Wert auf genaue Abläufe gelegt, welche teils gesetzlich, teils vom Unternehmen vorgeschrieben sind.

Der Arbeitsort von Labortechniker*innen sind natürlich Labore, welche hauptsächlich von privatwirtschaftlichen Industrieunternehmen unterschiedlicher Branchen betrieben werden. Es gibt aber auch Labore welche im universitären Bereich angesiedelt sind oder Spezialfälle, wie das AIT (Austrian Institute of Technology) in Seibersdorf, was mehrheitlich der Republik Österreich gehört.

Für diesen Beruf braucht man natürlich technisches Verständnis und Interesse, eine hohes Maß an Genauigkeit und Verantwortungsbewusstsein, Fingerfertigkeit, logisches Denkvermögen und Teamfähigkeit. Auch ein guter Seh- und Geruchchssinn ist wichtig, ebenso zumindest ein Mindestmaß an IT-Anwenderkenntnissen.


Die Aufgaben von Labortechniker*innen

  • Planung und Steuerung von Arbeitsabläufen
  • Auswahl von Substanzen und Materialien für die Versuche, Durchführen von Vorberechnungen
  • Aufbau, Bedienung, Abbau und Reinigung von Laborgeräten
  • Bestimmung von Inhaltsstoffen, Gewinnung von Proben
  • Entwicklung besserer Werkstoffe oder Produkte
  • Arbeitsabläufe und Arbeitsergebnisse erfassen und dokumentieren
  • Besonderes Augenmerk auf Einhaltung genauer Prozesse bei der Arbeit im Labor, besonders von Sicherheits- und Umweltauflagen

Die Ausbildung und Karrierechancen

Die Tätigkeit als Labortechniker*in ist kein akademischer sondern ein Lehrberuf, die Lehre dauert 3,5 bis 4 Jahre. 3,5 Jahre dann, wenn nur das Grundmodul der allgemeinen Labortechnik gemacht wird und 1 Spezialmodul, 4 Jahre, wenn man 2 Spezialmodule macht. Die speziellen Module werden in 1 oder 2 der oben genannten Fachbereiche Chemie, Biochemie oder Lack- und Anstrichmittel absolviert.

Neben der ordentlichen Lehre gibt es auch die Möglichkeit eines außerordentlichen Lehrabschlusses. Dafür muss ein Teil der ordentlichen Lehre absolviert worden sein oder fachliches Vorwissen aus der Schule oder Praxiserfahrung vorhanden sein.

Labortechniker*innen können von einer in Summe konstanten Nachfrage am Arbeitsmarkt ausgehen, zukünftig wahrscheinlich sogar von einer leicht steigenden. Karriere-Möglichkeiten innerhalb des Laborbereichs gibt es zum Ober- oder Hauptlaboranten. Ein darüber hinausgehender Aufstieg ist möglich, allerdings sehr individuell. Meistens muss man dafür zusätzliche Qualifikationen erwerben. Es ist grundsätzlich auch möglich, sich im Bereich „Chemische Laboratorien“ selbständig zu machen, wofür ein spezieller Befähigungsnachweis nötig ist.


Das Gehalt von Labortechniker*innen

Das durchschnittliche Bruttomonatsgehalt für Labortechniker*innen liegt in Österreich bei € ~2.750,-. Das Einstiegsgehalt bei € ~2.000,-. Das Gehalt kann jedoch je nach Ausbildung, Anstellungsart und Branche stark variieren und dabei um einiges höher ausfallen. Natürlich stehet es dem*der Arbeitgeber*in auch frei, je nach Qualifikationen und Berufserfahrung eine Überzahlung zu leisten.

 

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